Klinik für Frauenheilkunde - Gutartige Erkrankungen der Brust + Gutartige Erkrankungen der ...

Klinik für Frauenheilkunde - Textversion



Sprungmenue:
  1. Zur Suche 
  2. Zum Inhaltsbereich 
  3. Zur Hauptnavigation 
  4. Zur Unternavigation 
  5. Zum Newsticker 
  6. Zum Inhaltsbereich 
  7. Impressum, Sitemap, ... 
Klinik für Frauenheilkunde
Startseite  >>  Informationen für Patientinnen >> Gutartige Erkrankungen der Brust

Gutartige Erkrankungen der Brust

In unserer Klinik werden abgesehen von bösartigen Erkrankungen auch gutartige Veränderungen der Brust therapiert. Diese verschiedenen krankhaften Veränderungen der Brust, können sich trotz ihrer Gutartigkeit durch Entzündungen der Haut und der Brustwarze, Schmerzen oder durch verstärkte Milchsekretion aus der Brustwarze oder als Knoten bemerkbar machen. Wenn Sie Veränderungen in oder an ihrer Brust bemerken, ist eine Untersuchung bei Ihrem Frauenarzt zur Abklärung der Ursache und Ausschluss einer bösartigen Erkrankung sehr wichtig.

Häufige gutartige Erkrankungen der Brust:


Mastopathie
ist eine gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes, die meist auf hormonellen Schwankungen beruht. Sie betrifft deswegen auch hauptsächlich geschlechtsreife Frauen zw. 35- 55 Jahren und tritt sehr häufig, fast bei jeder fünften Frau, auf.

Ursachen: Die Mastopathie wird häufig durch einen Progesteronmangel und damit relativen Überschuss an Östrogen ausgelöst. Östrogen hat einen starken Einfluss auf das Brustgewebe und kann die Vermehrung von Bindegewebe und Epithelien in den Milchgängen und Drüsenläppchen anregen. Bei Frauen mit einer Gelbkörperinsuffizienz und anovulatorischen Zyklen (ohne Eisprung) tritt häufiger eine Mastopathie auf. Ferner steht die Mastopathie in einem Zusammenhang mit einem erhöhten Prolaktinspiegel.

Symptome Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Mastopathie, wobei sie häufig als Mischform vorkommt. Bei der fibrösen Mastopathie wuchert das Bindegewebe und es entstehen tastbare Knoten, die meist flächenhaft angeordnet sind. Kommen Zysten vor, spricht man von einer zystischen Mastopathie mit tastbaren prallelastischen Knoten. Bei Ruptur einer Zyste kann dabei Flüssigkeit aus der Brustwarze austreten. Die Mastopathie kann besonders gegen Ende des Zyklus mit Mastodynie, also Schmerzen oder Spannungsgefühle der Brust, einhergehen. Die Mastopathie fällt häufig in der Selbstuntersuchung auf. Die getasteten Knoten sollten zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung von dem behandelnden Gynäkologen untersucht werden. Mit Hilfe der Ultraschall-Untersuchung kann eine Mastopathie festgestellt werden. Je nach Befund sollte aber für eine eindeutige Diagnose eine Punktionszytologie, eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) oder eine Mammografie erfolgen. Nach der Menopause tritt die Mastopathie nur noch selten auf, da die körpereigene Östrogenproduktion abnimmt. Auch in der Schwangerschaft, wo genügend Progesteron produziert wird, kommt es zu einer Besserung der Beschwerden.


Schmerzen in der Brust (Mastodynie)
Von einer Mastodynie spricht man, wenn starker Schmerz und Berührungsempfindlichkeit der Brust auftritt. Häufig tritt die Mastodynie in der zweiten Zyklushälfte in Verbindung mit einer Gelbkörperunterfunktion auf. Sie kann aber auch unabhängig vom Zyklus ein Symptom der Mastopathie darstellen.

Schmerzen sind in der Regel kein Hinweis auf Krebs. Sowohl zyklische als auch zyklusunabhängige Schmerzen können viele andere Ursachen haben. Trotzdem sollten Sie insbesondere bei einem genau lokalisierbaren, zyklusunabhängigen Schmerz zur eigenen Beruhigung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen und die eventuelle Ursachen abklären und eine bösartige Erkrankung ausschließen lassen. Die Behandlung erfolgt lokal durch Salbe bzw. durch Hormoneinnahme.


Fibroadenom
Das Fibroadenom ist einer der häufigsten gutartigen Knoten in der Brust und tritt vor allem bei jüngeren Frauen zwischen dem 15 und 30 Lebensjahr und bei 45 bis 55 jährigen Frauen meist vor der Menopause auf. Fibroadenome bestehen aus Binde- und auch Drüsengewebe, können an mehreren Stellen der Brust auftreten und werden durch Östrogen im Wachstum beeinflusst. Das Wachstum verläuft häufig schubartig, besonders in der Schwangerschaft.

Symptom: Ein Fibroadenom geht selten mit Beschwerden einher. Der Knoten wird meist durch Selbstuntersuchung entdeckt. Das Fibroadenom fühlt sich wie ein derber, glatt begrenzter Knoten an, manchmal auch etwas höckerig, der in der Regel leicht verschieblich ist.

Diagnostik: Jeder Knoten in der Brust sollte ärztlich untersucht werden. Nach der Tastuntersuchung der Brust können die Sonografie und die Mammografie weitere Hinweise auf ein Fibroadenom liefern, das sich als glatt begrenzter Knoten darstellt. Zum Ausschluss von Brustkrebs muss eine Gewebeentnahme (Stanzbiopsie oder operative Entfernung) des Knotens mit nachfolgender feingeweblicher Untersuchung erfolgen.

Therapie: Fibroadenome sind harmlos und müssen in der Regel nicht entfernt werden. Sie neigen aber dazu, sehr schnell zu wachsen und größere Fibroadenome können auch das umliegende Gewebe verdrängen. Deshalb raten viele Ärzte in Abhängigkeit vom Alter, der Lokalisation des Knotens und der Wachstumsgeschwindigkeit dazu, das Fibroadenom zu entfernen. Nach der Menopause wachsen vorhandene Fibroadenome meist nicht mehr Fibroadenome können nach erfolgreicher Operation wieder auftreten, deswegen sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen.
Ein diagnostiziertes Fibroadenom sollte in regelmäßigen Abständen durch Ihren Arzt kontrolliert werden.


Mastitis (Entzündung in der Brust)
Die Mastitis kann verschiedene Ursachen haben. Es kann sich dabei um eine lokale Infektion des Brustgewebes handeln oder nach einem Trauma der Brust auftreten. Die Mastitis kann aber auch ein Anzeichen für eine verminderte Abwehrlage und allgemeine Infektion des ganzen Körpers sein, die sich zuerst im Brustgewebe äußert. Sehr häufig tritt die Mastitis während der Schwangerschaft und in der Stillzeit auf, tritt aber auch außerhalb der Stillzeit auf und kann in einigen Fällen bis zu einem akuten und chronischen Brustwarzenabszess führen.

Symptome: Bei neu aufgetretenen Knoten, Verhärtungen oder Größendifferenz der Brust, Veränderungen‚ Einziehungen oder Absonderungen aus der Brustwarze, plötzlicher Rötung der Brust, Knoten in der Achselhöhle oder über dem Schlüsselbein oder anhaltende Schmerzhaftigkeit der Brust sollte man achtsam sein.

Diagnostik: Eine Brustentzündung ist im Allgemeinen kein Risikofaktor für Brustkrebs. Es gibt aber Brustkrebsarten, die sich zusätzlich in einer Entzündung der Brust bemerkbar machen. Bei Vorliegen einer Brustentzündung (Mastitis) sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen, um die Ursache feststellen und eine bösartige Erkrankung ausschließen zu können. In einigen Fällen ist dazu auch eine Gewebeprobe (Biopsie) notwendig.

Therapie: Therapie der Wahl ist eine Antibiotikatherapie, kühlenden Umschlägen und entzündungshemmenden Medikamenten. Bei Abszessbildung wird dieser gespalten.


Milchgangpapillom
Das Milchgangpapillom ist primär eine gutartige Wucherung im Milchgang. Es können häufig mehrere kleine Papillome gleichzeitig auftreten, die von der Innenwand der Milchgänge ausgehen und sich in das Ganglumen vorwölben. Sie können mit einer Flüssigkeitsabsondern einhergehen und in 5 -10 % bösartig entarten.

Symptome: Das Milchgangpapillom tritt überwiegend in den Wechseljahren auf. Erstes Symptom ist häufig eine spontane, oft blutige Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze. Jede einseitige Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze sollte deswegen ärztlich untersucht werden.

Diagnostik: Zuerst wird ein Abstrich vom Sekret angefertigt und auf Blut und entartete Zellen untersucht. Mit Hilfe einer anschließenden Galaktografie und Mammografie wird der genaue Ort des Papilloms bestimmt. Vorher kann unter der Duktosonografie auch ein dünner Draht in den Milchgang geschoben werden, um die Wucherung besser zu lokalisieren. Das hört sich schmerzhafter an als es ist, denn der Milchgang ist ohnehin wegen der vermehrten Sekretabsonderungen geweitet.

Therapie: In den meisten Fällen wird eine Operation nötig. Je nach Lage und Größe wird versucht, den betroffenen Milchgang mit dem Papillom von der Brustwarze her zu entfernen. Dafür sollte in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung der Brust inklusive Mammografie und Ultraschall sowie ein Zellabstrich erfolgen. Anhand der Ergebnisse wird die Notwendigkeit für eine Operation besprochen. Finden sich im Verlauf der regelmäßigen Kontrollenuntersuchungen und Abstrichen entartete Zellen, die auf ein intraduktales Carcinoma in situ oder ein invasives Carcinom hinweisen, muss eine weitere Diagnostik und gegebenenfalls eine Operation erfolgen.


Zyste
Eine Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Blase im Drüsenläppchen, die plötzlich entstehen kann, wenn der Ausführungsgang verschlossen oder blockiert ist. Sie tritt häufig bei Frauen im Alter von 30- 50 Jahren und zu Beginn der Wechseljahre auf.

Symptome: Die Zyste kann als Knoten in der Brust getastet werden. Große und prall gefüllte Zysten können aufgrund der Verdrängung des Brustgewebes mit Druckgefühl und Schmerzen in der Brust einhergehen, die auch zyklusabhängig sein können.

Diagnose: Bei Verdacht auf eine Zyste in der Brust sollte zum Ausschluss anderer Ursachen eine weiterführende Untersuchung erfolgen. Der Ultraschall gibt Aufschluss über die Konsistenz des Knotens und ob er mit Flüssigkeit gefüllt ist. Im Ultraschall kann der erfahrene Arzt auch Veränderungen und Wucherungen in der Zystenwand erkennen, wo sich Papillome und selten auch Karzinome ausbilden können. In der Mammografie ist die Zyste nur als Knoten erkennbar, es kann aber nicht zwischen festem Gewebe und flüssigkeitsgefüllter Zyste unterschieden werden. Zysten sollten ab einer bestimmten Größe (1,5 cm) punktiert werden, einerseits um den Inhalt zytologisch auf entartete Zellen untersuchen zu können und andererseits eine Druckentlastung zu erreichen. Mit einer feinen Nadel wird die Zyste unter sonografischer Kontrolle punktiert und die Flüssigkeit abgesaugt. Einige Ärzte blasen nach der Punktion Luft in die leere Zystenhülle, die dadurch narbig verkleben sollen. Das abpunktierte Sekret ist meist klar bis gelblich, kann aber auch durch Einblutungen farblich braun bis schwarz getrübt erscheinen.

Therapie: Die Therapie von Zysten nach Ausschluss einer bösartigen Erkrankung hängt von der Symptomatik ab. Zysten, die mit Schmerzen einhergehen, werden zur Druckentlastung gegebenenfalls auch mehrfach punktiert, kleine unauffällige Zysten sollten nur regelmäßig sonographisch kontrolliert werden. Auffällige Zysten sollten operativ entfernt werden.


Die zu große Brust (Makromastie)
Bei einer zu großen Brust sollte bei dadurch ausgelösten Kopf-, Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen sowie hartnäckigen Verspannungen an die Diagnose Makromastie, also einer zu großen Brust gedacht werden. Bei einseitiger Makromastie kann es zu Haltungsanomalien und Wirbelsäulenfehlstellungen, Behinderungen bei sportlichen Betätigungen, sowie hohem Leidensdruck der Patientinnen und Störung des Köperbildes kommen. Unter der Brust gelegene ekzemartige Veränderungen (submammäre Intertrigo) werden ebenso als störende empfunden. Als Therapie empfiehlt sich eine Gewichtsverminderung sowie Physiotherapie. Bei Versagen dieser Behandlung kann eine Brustreduktionsplastik, also eine operative Korrektur des Brustdrüsengewebes durchgeführt werden.


Hängebrust (Ptosis)
Eine Hängebrust kann zu hohem Leidensdruck der Patientin führen. Therapeutisch stehen Brustliftings, als modifizierte Techniken der Mammareduktionsplastiken zur Verfügung.


Die zu kleine Brust (Mikromastie)
Gelegentlich ist eine kleine Brust Veranlagung und Patientinnen wünschen sich eine kosmetische Korrektur. Diese kann durch eine Prothese oder einen plastischen Aufbau erfolgen. Implantate kann man vor oder hinter dem Brustmuskel einlegen.
Sind eine oder beide Brustdrüsen unterentwickelt, gibt es dafür verschiedene Ursachen. Einmal kommen angeborene Fehlbildungen in Betracht, evtl. treten dabei Knorpel- und Knochendefekte der Rippen auf sowie Verkürzungen oder Fehlen der Finger.

Artikel drucken

 zurück

LOGINBEREICH