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Klinik für Frauenheilkunde
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Häufige gynäkologische Operationen

  1. Ausschabung und Gebärmutterspiegelung (Abrasio und Hysteroskopie)
  2. Kegelumschneidung des Muttermundes (Konisation)
  3. Bauchspiegelung (Laparoskopie)
  4. Entfernen der Gebärmutter (Hysterektomie)
  5. brusterhaltende Therapie (BET)
  6. Entfernung der Lymphknoten der Achselhöhle (Axilladissektion)
  7. radikale Entfernung der weiblichen Brust (Ablatio)

  1. Ausschabung und Gebärmutterspiegelung (Abrasio und Hysteroskopie)
    Die Ausschabung dient dem Gewinnen von oberflächlicher Gebärmutterschleimhaut für diagnostische Zwecke oder dem Entfernen von Polypen, welche anschließend unter dem Mikroskop untersucht werden. Gleichzeitig kann man sich mittels einer Optik ein Bild vom Gebärmutterhals und Gebärmutterhöhle machen.
    Der Eingriff dauert in der Regel 15-20 Minuten und wird unter Narkose durchgeführt. Die Patientin liegt dabei, wie bei der gynäkologischen Untersuchung mit angehobenen Beinen auf dem Operationstisch. Unter Narkose wird nochmals eine Tastuntersuchung durchgeführt.
    Anschließend folgt zunächst die Ausschabung des Gebärmutterhalses, dann die Längenmessung der Gebärmutter, die Gebärmutterspiegelung und Fotodokumentation der Befunde und abschließend die Ausschabung der Gebärmutterhöhle. Das getrennte Ausschaben von Gebärmutterhals und -höhle wird als fraktionierte Abrasio bezeichnet. Dies wird durchgeführt, um bei auffälligen Befunden genau differenzieren zu können, ob es sich um eine Erkrankung im Gebärmutterhals oder in der Gebärmutterhöhle handelt.
    Nach einer Ausschabung kann es noch einige Tage etwas nachbluten.
    Dieser kurze Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden, da er postoperativ kaum Beschwerden verursacht.
  2. Kegelumschneidung des Muttermundes (Konisation)
    Die Konisation wird bei auffälligen Abstrichbefunden bei der Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Dabei wird kegelförmig der Muttermund (Eingang in der Gebärmutter) umschnitten. Nach der Umschneidung wird ebenfalls eine Ausschabung durchgeführt. Zum Abschluß erfolgt eine gründliche Blutstillung, das Legen einer Tamponade und eines Dauerkatheters, solange die Tamponade sich in der Scheide befindet.
    Dieser Eingriff dauert in der Regel 20-30 Minuten und wird ebenfalls unter Narkose durchgeführt.
    Am 8.-9. postoperativen Tag löst sich der Wundschorf ab und es kann zu einer Nachblutung kommen.
  3. Bauchspiegelung (Laparoskopie)
    Bei unklaren Unterbauchschmerzen, Zysten am Eierstock, Prozessen am Eileiter oder Eierstock kann eine Bauchspiegelung notwendig sein.
    Nach dem Auffüllen des Bauches mit Gas werden über drei kleine Einstiche (einer unter dem Bauchnabel, zwei im rechten und linken Unterbauch) die Instrumente und die Kamera in den Bauch eingeführt.
    Mittels der Kamera verschafft sich der Operateur eine Übersicht über den gesamten Bauchraum. Er beurteilt zunächst Leber, Gallenblase, Magen und Blinddarm, um dann den Unterbauch genauer zu inspizieren. Auffällige Befunde an Eierstöcken oder Eileitern können entfernt werden, Endometrioseherde koaguliert, Verwachsungen gelöst, Eileiter und Eierstock auf Durchgängigkeit geprüft werden. Durch diese Knopflocktechnik bleiben am Ende der Operation nur drei kleine Narben zurück. Die Länge dieser Operation ist abhängig vom Befund.
    Wird eine reine Bauchspiegelung ohne Entfernung von Eierstock oder Eileiter durchgeführt, kann dieser Eingriff auch ambulant erfolgen.
  4. Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie)
    Die Entfernung der Gebärmutter kann zum einen über die Scheide (vaginale Hysterektomie) oder über einen Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie) erfolgen. Der Weg über die Scheide wird natürlich bevorzugt, ist aber nur bis zu einer bestimmten Größe möglich. Ist die Gebärmutter bei der gynäkologischen Untersuchung nur wenig beweglich, kann eine Operation über die Scheide sehr schwierig werden. Hier ist es dann möglich durch eine vorherige Bauchspielung die Gebärmutter vom umgebenden Gewebe zu lösen und zu mobilisieren und anschließend über die Scheide zu entfernen (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie).
    Welcher Operationsweg für Sie in Frage kommt, wird durch eine vorangehende gynäkologische Untersuchung festgestellt und mit Ihnen besprochen. Bei bösartigen Befunden wird immer ein Bauchschnitt durchgeführt und die Gebärmutter während der Operation histologisch untersucht. Bei einem fortgeschrittenen Befund können im gleichen Eingriff zusätzlich die Lymphknoten entfernt werden.
  5. Brusterhaltende Therapie
    Bei einem großen Teil der Patientinnen mit Brustkrebs ist nicht mehr die Abnahme der gesamten Brust erforderlich, sondern der Krebs kann brusterhaltend operiert werden. Das heißt, nur der Tumor mit einem Randsaum aus gesundem Gewebe wird entfernt. Bei großen Tumoren kann eine vorgeschaltete (neoadjuvante) Chemotherapie zur Tumorverkleinerung führen und danach eine brusterhaltende Operation ermöglichen.
  6. Entfernung der Lymphknoten der Achselhöhle
    Im Rahmen der Operation eines Brustkrebses wird neben der Entfernung des Knotens in der Brust auch ein Teil der Lymphknoten in der gleichseitigen Achselhöhle entfernt. Dies geschieht, um zu überprüfen, ob sich die Krankheit im Lymphsystem ausgebreitet hat. Dieser Eingriff ist heute mittlerweile sehr schonend. Zu einer Armschwellung als Komplikation der Lymphknotenentfernung kommt es nach einer Operation sehr selten.
  7. radikale Entfernung der weiblichen Brust
    Erfolgt die Diagnosestellung des Brustkrebses in einem späteren Stadium, wenn der Krebs schon die Brustkorbmuskulatur angegriffen hat, ist eine brusterhaltende Operation häufig nicht mehr möglich. Bei der so genannten Mastektomie wird die vom Krebs befallene Brustdrüse komplett entfernt. Im gleichen Eingriff oder zu einem späteren Zeitpunkt kann ein Wiederaufbau der Brust mittels eines Muskellappens oder der Einlage eines Implantats erfolgen

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